nealichundderdickeopa

Lache das Leben an, es lacht zurück


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Haben ist besser als Brauchen oder Die Herzquilter ღ ….

Sodele, da bin ich wieder 🙂

Eine arbeitsreiche Woche liegt hinter mir, aber ich hatte auch viel Spaß. Einmal im Monat treffe ich mich mit den Herzquiltern,  einigen Mädels aus der Umgebung, zum Nähen, Erfahrungen- und Mustertauschen oder einfach zum Reden, Lachen, Spaß haben…

Gestern haben wir gemeinsam an den praktischen Fadensammlern für unterwegs gearbeitet. Ich hab mich an der Anleitung von hier orientiert und für jede ein „Starter-Set“ aus Pappring und Kreisen vorbereitet. Stöffchen und Vlies hat jede nach eigenem Geschmack mitgebracht. Und nach kurzer, ach kürzester Zeit hatten wir ein passable Sammlung zusammen:

2015-7-16 (2)

Bitte nochmal aufstehen:

2015-7-16 (1)

Ganz rechts im Bild versteckt sich noch einer 😉

Heute habe ich schon Nachricht bekommen, dass die Ersten schon in der Planung für weitere Exemplare sind. Das freut mich sehr ღ

Diese Quiltgruppe ist wirklich ein Segen für mich, jede Frage bekommt eine Antwort und die entsprechenden Tipps und auch Hilfestellung gleich dazu… Und da haben wir es: Haben ist besser als Brauchen!!!

Danke, Mädels, schön dass es Euch gibt !!!

Letztens haben wir dann auch mal eine gemeinsame Material-Bestellung gemacht, spart Porto und ist auch aus umwelttechnischer Sicht durchaus sinnvoll….

Und ich brauch mir um die nächsten Quilts keine Sorgen machen, wo ich jetzt wieder Vlies herbekomme:

2015-7-16

Es steht im Nähzimmer 🙂 🙂 🙂

Vielleicht werden dann diverse angefangene Projekte, UfOs und WiPs etwas schneller fertig, hüstel 😉

Auf jeden Fall wieder…. siehe Überschrift ღ

(ist übrigens ein Zitat von Nana)

Euch allen ein schönes Wochenende und passt auf euch auf,

Katrin


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Around The World Blog Hop

Seit einiger Zeit gibt es diesen Blog Hop, an dem sich immer montags Bloggerinnen und Blogger vorstellen, über ihre Arbeiten und deren Hintergrund berichten, einfach ein paar Fragen beantworten… Anfangs dachte ich, ok, Kettenbrief mit Schneeball-System gekoppelt, nicht meins… Aber die vielen Berichte und oft auch sehr persönliche Aussagen, bringen uns wirklich näher zusammen und das war’s dann auch, was mich über meinen Schatten springen ließ…

Ich hab mich riesig gefreut, dass Sigrid und auch Christiane mich nominiert haben 🙂 🙂 🙂

Sigrid kenn ich leider (noch) nicht persönlich, ihren Blog aber besuche ich schon lange. Christiane und ich wollen uns demnächst treffen, wir wohnen nicht weit voneinander entfernt,  ich bin gespannt… Habt vielen Dank, ihr Zwei *fühlteuchumärmelt*

Also, dann mal los:

Wer bin ich? Auf jeden Fall ein Familienmensch und ich mag es, alle meine Lieben um mich rum zu haben und genieße es sehr, dass die Familie wächst und wächst und wächst… Das alles gemeinsam mit dem Besten von allen, der mich schon beinahe drei Jahrzehnte durch alle Hochs und Tiefs begleitet und  immer, wirklich immer, für mich und die Kinder da ist. Inzwischen Ende Vierzig, aber ganz tief drinnen immer noch nicht erwachsen. Wie auch, wenn frau als laufender Meter unterwegs ist 😉  Zum Glück gibt’s in Autos höhenverstellbare Sitze und ein Motorrad mit niedriger Sitzhöhe. Ich bin gern draußen unterwegs und kann mir mit dem Lieblingshund viel Stress und Anspannung „ab“laufen.

 Wie bin ich zum Patchwork gekommen ? Warum mache ich das?   Das war eher etwas, das schon länger in mir schlummerte. Auch ich bin irgendwie mit handarbeitenden Mamas, Omas, großer Schwester aufgewachsen. Durfte schon als ganz kleines Katrinchen die NäMa ohne Faden drin und Stoff drunter auf Papier benutzen und habe mir so Briefmarken für meine Spielzeugpost hergestellt. Gestricktes anzuziehen fand ich blöd, weils immer kratzte und genähtes – naja, war nicht so fetzig, so hieß das damals… Genäht hab ich dann heimlich, Hosen gekürzt und enger gemacht und solche Sachen. Richtig gelernt hab ich das nicht, nur durch zuschauen und ausprobieren und Fehler machen, Versuch und Irrtum eben.

Meine erste Patchworkdecke, aus Bettwäsche, Kleidern, Blusen, mit Pappschablone und Schere in 15x15cm-Quadrate geschnitten und mit einem Biberbetttuch verstürzt. Quilt würde ich dazu nicht sagen... Aber wir lieben alle dieses grüne Ding ;)

Meine erste Patchworkdecke, aus Bettwäsche, Kleidern, Blusen, mit Pappschablone und Schere in 15x15cm-Quadrate geschnitten und mit einem Biberbetttuch verstürzt. Quilt würde ich dazu nicht sagen…
Aber wir lieben alle dieses grüne Ding 😉

Als die Kinder noch ganz klein waren, dann doch selber gestrickt, aber peinlichst drauf geachtet, welche Wolle ich benutze. Und irgendwann einen Nähkurs belegt, weil ich den Mädels Kleider nähen wollte. Die Kursleiterin meinte: Sie können doch schon nähen, aber nutzen Sie ruhig die Zeit zum In-Ruhe-Nähen. Ja, und das war dann wohl auch der Punkt, ich hatte weder Raum noch Ruhe, da eine fünfköpfige Familie zwar viel Spaß macht, aber auch mit Arbeit verbunden ist. Ich war und bin berufstätig, lebte viele Jahre eine Wochenend-Familie, habe dabei viel Selbständigkeit gelernt, aber auch Raubbau an mir und meinen Ressourcen getrieben.

Es kam, was kommen musste, die Kinder wurden erwachsen, ich hatte mit einmal viel Zeit für mich – aber keine Kraft mehr für Irgendwas. Es folgten Versagens- und Verlassensängste, Panikattacken, Depressionen – kein Spaß.  Eine Auszeit vom Beruf und eine Reha mit richtig guten Therapeuten stellte mich wieder auf die Füße und ich entdeckte, dass für mich Handarbeiten ein wahrer Segen sind. Stickereien sind wie Meditation und aus vorhandenem Alten etwas völlig Neues zu schaffen, das ist für mich Patchwork.

Inzwischen hat sich das etwas verändert, ich hab auch schonmal einen BoM gekauft, komplett mit Material, überlege aber immer, wie ich etwas vorhandenes, schon gebrauchtes mit einarbeiten kann. Es macht mich glücklich, wenn ich sehe, wie unter meinen Händen etwas entsteht, etwas das (vielleicht) bleibt. Ich mach es in erster Linie für mich, mittlerweile aber auch als Geschenk für ganz liebe Menschen um mich herum.

MugRug für eine Scone-essende Kakao-Liebhaberin

MugRug für eine Scone-essende Kakao-Liebhaberin

Woran arbeite ich zur Zeit?  Zur Zeit arbeite ich verstärkt an einem Wandquilt für die Küche, das fertige Top ist gut abgelagert (seit 2012) und aus Blocks eines Einmachgläser-Swaps entstanden. Ich war damals noch nicht lange bei den Quiltfriends und dachte mir: Hä, jetzt tauschen die Einmachgläser, wieso denn das??? Es dauerte eine Weile bis ich kapierte, dass es nicht um Glas ging, sondern um Genähtes 😉  Also kaufte ich Stöffchen mit Möhren, Kohl, Erdnüssen und Bonbons, nähte sie in 34 „Gläser“ ein und bekam 34 andere „Gläser“ zurück, welche Vielfalt !!! Ich war überwältigt und baute mir ein Regal zusammen.

2012-2-22Top

Das quilte ich jetzt von Hand, da ich diese Art Meditation auch gerade wieder brauche. Es beruhigt und erdet mich und wird hoffentlich bald fertig. Ja und dann sind da noch diverse WiPs und UfOs, so z.B. das Chateau Hexagon und ein Winterquilt, Gestricktes wie Julekuler, Socken und Halstücher oder auch kleine Häkelprojekte. Je nach Stimmung und Notwendigkeit ziehe ich eins raus und mache mal wieder weiter. Etwas Neues hab ich auch schon im Sinn, aber da muss ich noch in mich gehen, welche Farbe und welches Format das North Pole Village bei mir bekommen soll…  Stoff für verschieden Taschen und Täschchen liegt auch bereit. Aber alles zu seiner Zeit,

vieles kann – nichts muss.

Wie läuft der kreativer Prozess bei mir ab? Ich selber sehe mich nicht als kreativ. Aber ich kann gut „mit den Augen mausen“ und Schnittmuster und Vorlagen losgelöst von den verwendeten Stoffen betrachten und sie auf meine Farbvorlieben und vorhandenes Material abändern.  Anregungen gibt’s genug, bei meinen Blogrunden sehe ich was, die QFs zeigen so viele tolle Sachen, Bücher und Zeitschriften sind Ideengeber oder auch einfach meine Kinder: Mama, ich hätte so gern eine Mumin-Tasche

Hui, da ist ja jetzt doch etwas Längeres draus geworden… Ich danke euch für eure Geduld mit mir und Neal. Der ist übrigens als Blog-Kobold bei mir eingezogen und stammt aus der Kobold-Werkstatt von Gesche.

Für den nächsten Montag lege ich Euch die Blogs von Trudi und Tanni ans Herz. Sie arbeiten beide an wundervollen Sachen und lassen Euch in ihr Nähstübchen schauen.

Wünsch Euch allen eine schöne Woche und paßt auf Euch auf,

Katrin